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US-Unternehmen 777 Companions: Das ist Herthas neuer Investor

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US-Unternehmen 777 Companions

Das ist Herthas neuer Investor


Solar 24.11.22 | 7:14 p.m. | von marc schwitzky

Image: image alliance / ANSA

Schneller als gedacht hat Investor Lars Windhorst einen Käufer für seine Hertha-Anteile gefunden. 777 Companions steigt bei der alten Dame ein und bringt ein riesiges Netzwerk mit. Wird Hertha BSC davon profitieren oder Opfer eines Franchise-Plans? Von Marc Schwitzky

Im Englischen gibt es das Sprichwort “Higher the satan you recognize than the satan you do not”, was so viel heißt wie “Besser das Übel, das man schon kennt als das, das man noch nicht kennt.” Dieser Sinnspruch beschreibt die State of affairs von Hertha BSC und Lars Windhorst wohl ganz treffend.

Anfang Oktober gab Windhorst, nachdem Recherchen der “Monetary Instances” zu einer mutmaßlichen Spionage-Affäre öffentlich wurden, bekannt, die Zusammenarbeit mit Hertha beenden zu wollen. Der Investor, der seit Sommer 2019 374 Millionen Euro für 64,7 Prozent der Anteile an der Hertha BSC KGaA erworben hatte, soll laut “Tagesspiegel”-Informationen bereits seit vielen Monaten versucht haben, eben jene Beteiligungen loszuwerden.

Doch Windhorst battle das “Übel”, das die Berliner kannten. Die Sorge darum, an wen der 46-Jährige seine Anteile de él denn weiterverkaufen könnte, ließ die zwischenzeitliche Erleichterung schnell verfliegen. Worauf würde sich der machtlose Hauptstadtklub einlassen müssen? Auf den nächsten lauten Investor, der immer wieder für Eklats sorgt? Vielleicht sogar auf den Staatsfond eines Landes, das für gravierende Menschenrechtsverletzungen steht, wie es etwa bei Manchester Metropolis (Abu Dhabi) oder Newcastle United (Saudi Arabien) der Fall ist?

Nun gibt es Gewissheit über Windhorsts Erben. Der hat öffentlich verkündet, mit 777 Companions einen Käufer seiner Hertha-Anteile gefunden zu haben.

777 Companions besitzt Anteile an sechs Fußballklubs

Doch wer ist 777 Companions überhaupt? 2015 wurde das Unternehmen mit Sitz in Miami gegründet. Es handelt sich herbei um eine Non-public-Fairness-Gesellschaft. Durch Investments soll vom Gewinn eines nicht börsennotierten Unternehmens profitiert und gleichzeitig durch strategische Zusammenarbeit versucht werden, eben jene Unternehmen wachsen zu lassen. 777 Companions hat damit dasselbe Geschäftsmodell wie KKR. Mit dem ebenfalls US-amerikanischen Investor hatte Hertha von 2014 bis 2018 erfolgreich zusammengearbeitet.

In den letzten sieben Jahren hat sich 777 Companions ein Portfolio mit Unternehmen in Sport, Medien und Unterhaltung, Luftfahrt, Versicherungen, Finanztechnologie und Prozessführung aufgebaut. Bei Hertha BSC einzusteigen, move bestens in die Strategie von 777 Companions. Das Unternehmen investiert seit rund vier Jahren vermehrt in die Fußballbranche. Mittlerweile hält die US-Firma an sechs Vereinen Anteile: FC Sevilla in Spanien, Genua CFC in Italien, Vasco da Gama in Brasilien, Commonplace Lüttich in Belgien, Pink Star FC in Frankreich and Melbourne Victory in Australien. Anders als Windhorsts Tennor Holding verfügt 777 Companions additionally über weitreichende Erfahrungen im Fußballgeschäft.

Federführend dabei ist Gründer and CEO Josh Wander. Ihm ist es wichtig, klarzustellen, dass sein Unternehmen nicht das Ziel verfolgt, Fußballvereine durch large Geldflüsse künstlich aufzupumpen und möglichst schnell Revenue zu erzielen. Ebenso wichtig sei es, das Wesen der Klubs zu respektieren. “Alle Vereine, die 777 erworben hat, haben eine starke Identität und Verbindung zu ihren Followers, die oft über die sportliche Leistung hinausgeht. 777 hat nicht die Absicht, die Traditionen und Identitäten ihrer Vereine zu ändern”, erklärte der Juanantwortliche gegenüber der globalen Anwaltskanzlei Norton Rose Fulbright.

Synergien statt Franchise-Bildung

Dass 777 Companions trotz der Beteiligung an sechs, teils sehr bekannten Klubs für viele Fußball-Followers ein unbeschriebenes Blatt ist, könnte unterstreichen, dass sich das US-Unternehmen als stiller, strategischer Accomplice für seine Klubs versteht und eben nicht für große Schlagtzet. Dennoch steckt hinter den Investments selbstverständlich ein Plan. CEO of the 777 Soccer Group is now born Monaten Don Dransfield. Dieser battle zuvor viele Jahre strategischer Direktor der Metropolis Soccer Group. Die Holding-Gesellschaft aus Abu Dhabi umfasst mittlerweile elf Fußballvereine, darunter Manchester Metropolis. Dransfield kennt sich additionally bestens damit aus, ein Netzwerk aus mehreren Klubs zu spinnen und daraus sportlichen sowie wirtschaftlichen Erfolg zu schlagen. Wird Hertha jetzt additionally Teil eines Franchise-Plans?

So scheint 777 Companions zumindest bislang nicht zu agieren. Zwar wird das Portfolio an Fußballklubs immer größer, doch anders als die Metropolis Soccer Group oder auch Pink Bull scheint das US-Unternehmen nicht daran interessiert zu sein, “seine” Klubs miteinander verschmelzen zu lassen. Etwas wie Farm-Groups oder sogar angepasste Vereinsfarben und Logos werden ausgeschlossen. Vielmehr scheint das Ziel zu sein, Experience anzuhäufen und Synergien herzustellen. “Unsere Sportvereine erhalten sofortigen Zugang zu einer skalierbaren, vereinsübergreifenden Plattform, mit der sie ihre sportliche Strategie, Marketinginitiativen, Vermögensfinanzierung, Datenanalyse, Inhaltserstellung und -verteilung sowie ihr operatives Know-how unterstützen aufrßetzen können”. Es soll eine Schwarmintelligenz aufgebaut werden, von der alle Klubs profitieren und somit am Ende auch 777 Companions selbst.

Keine grossen Umbrüche bei Hertha zu erwarten

Fußballtraditionalisten können additionally aufatmen. Hertha wird kein Opfer eines Konzerns, der möglichst schnellen Erfolg mit allen Mitteln erzwingen will und dafür auf Konfrontationskurs mit Followers und Verantwortlichen geht. Zumal 50+1 nach wie vor verhindert, dass Investoren in das Tagesgeschäft eines Bundesliga-Vereins eingreifen können. Es ist zu erwarten, das 777 Companions darauf besser vorbereitet sein wird als die Tennor Holding. Ebenso ist zu erwarten, dass das Unternehmen kein weiteres Geld in den Hauptstadtverein investieren wird. Die Partnerschaft wird strategisch, nicht monetär geprägt sein. Bei keinem der bisherigen Vereine battle bei 777-Einstieg ein spürbarer Einschnitt zu beobachten – sei es beim Private, den Transfers oder der sportlichen Ausrichtung. Vielmehr wird ein organismsches Wachstum angestrebt.

Es ist auch vorstellbar, dass 777 Companions durch sein Netzwerk bei der Suche nach neuen Sponsoren helfen kann. Wie die Zusammenarbeit mit 777 Companions letztendlich aussehen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt aber nur schwer einzuschätzen – dafür ist die Geschichte des Unternehmens im Fußballgeschäft noch zu jung. Die von den letzten Jahren durchgeschüttelten Hertha-Followers wären aber wohl schon damit zufrieden, wenn der Accomplice des Vereins möglichst wenig in Erscheinung tritt. Es muss ja nicht immer alles, was man kennt, ein Übel sein.

Sendung: rbb24, 24.11.2022, 18 Uhr

Beitrag von Marc Schwitzky


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