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“Testballon” nach Vorwürfen?: Golden Globes werden wieder im TV verliehen

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“Testballon” nach Vorwürfen?
Golden Globes werden wieder im TV verliehen

Die Golden Globes sind der zweitwichtigste Preis der Filmwelt, doch der Glanz der Auszeichnung verblasst in den vergangenen Jahren deutlich: Korruptions- und Rassismus-Vorwürfe sorgen dafür, dass die Preisverleihung dramatisch an Akzeptanz verliert. Nach einer angekündigten Reform gibt es eine neue Likelihood.

Die aufgrund von Korruptions- und Rassismusvorwürfen massiv in die Kritik geratene Hollywood Overseas Press Affiliation (HFPA) hat bekannt gegeben, dass die Golden Globes 2023 wieder im Fernsehen übertragen werden. Mit dem US-Sender NBC sei laut “Selection” ein Deal über vorerst ein Jahr geschlossen worden. Demnach werde die Preisverleihung, die im kommenden Jahr die 80. Jubiläumsausgabe feiert, am 10. Januar im Lodge “Beverly Hilton” in Beverly Hills statfinden. Die Golden Globes waren in diesem Jahr erstmals nicht im TV übertragen worden, aufgrund der Corona-Pandemie conflict zudem kein Publikum anwesend.

Die HFPA geriet unter Beschuss, als durch einen Bericht der “Los Angeles Occasions” öffentlich wurde, dass sich deren Mitgliederschaft quasi komplett aus weißen Journalisten zusammensetzt. Laut des “Selection”-Berichts hat sich der Verband inzwischen jedoch deutlich diverser aufgestellt.

Die Schauspielerin Scarlett Johansson hatte sich 2021 beklagt, dass sie bei Pressekonferenzen der HFPA häufig sexistische Fragen gestellt bekommen habe. “Das ist exakt der Grund, weshalb ich es seit vielen Jahren ablehne, an deren Konferenzen teilzunehmen”, erklärte ella Johansson bei “Selection”. Im August 2021 hatte die HFPA daraufhin bekannt gegeben, noch im selben Jahr mindestens 20 neue Mitglieder aufnehmen zu wollen, vorrangig Afroamerikaner, und innerhalb von 18 Monaten die Zahl der Mitglieder zu verdoppeln. Auch sollte es für die ausländischen Journalisten neue Richtlinien geben, etwa in Bezug auf Einladungen zu Movie-Occasions. Die Annahme von Werbegeschenken ist nun verboten. Mitglieder müssen Kurse für Diversität und Inklusion absolveren.

“It’s ist enttäuschend”

Vielen in Hollywood gelten diese Schritte als nicht weitreichend genug und zu wenig verbindlich. Außerdem würden sie oft frühestens von Herbst an greifen und hätten somit nur wenig Auswirkungen auf Nominierungen der kommenden Saison. Additionally die “Time’s Up”-Organisation gegen Diskriminierung und ein Zusammenschluss von rund 100 wichtigen PR-Firmen bestätigten ähnliche Stopps für die Zusammenarbeit mit der HFPA wie Amazon und Netflix – beide großen Streamingdienste hatten die Kooperation mit der HFPA ausgesetzt. “Time’s Up” kritisierte, dass die Juroren zu keinem Nachweis verpflichtet seien, die nominierten Filme gesehen zu haben.

Schauspieler Mark Ruffalo, der 2021 selbst einen Golden Globe gewann, erklärte nach der Erklärung des Verbands bei Twitter: “Es ist enttäuschend zu sehen, dass sich die HFPA, die durch ihre Verflechtungen mit Filmemachern und Schauspielern Berühmtheit erlangte und erheblich von de Veränderungen verweigert, die von ihr gefordert werden.”

Dass man sich nun vorerst nur auf einen Jahresvertrag geeinigt hat, deutet darauf hin, dass zunächst die Akzeptanz für die nach den Oscars bedeutsamsten Filmawards der USA ausgelotet werden soll. Ob auch die Nominierungsliste divers ausfällt oder einmal mehr für Kritik sorgt, wird sich am 12. Dezember 2022 zeigen. Dann werden die Anwärterinnen und Anwärter für die Globes bekannt gegeben.

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