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So reagieren Rintelner Unternehmen auf die Energiekrise

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Rintel. “Die Signature Stüken hatte die Fuel- und Strommengen für das laufende Jahr bereits vollständig in 2021 abgesichert”, erläutert Philipp Wohlert von der Geschäftsführung auf Anfrage dieser Zeitung. “Im Jahr 2023 werden uns die deutlich gestiegenen Marktpreise treffen und zu Kostenüstehblichen.”

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Um gegenzusteuern, hat man beim Tiefziehspezialisten Stüken zahlreiche Energiesparmaßnahmen an allen Standorten ergriffen. Der Energieverbrauch je Laufzeitstunde in der Fertigung habe durch technische, organisatorische und verhaltensspezifische Maßnahmen um mehr als 20 Prozent gesenkt werden können, so Wohlert. Doch mit Sparmaßnahmen sei es nicht getan – auch Investitionen hättten sein müssen: „Wir haben erhebliche Investitionen in Photovoltaik auf den Weg gebracht und werden künftig rund 20 Prozent des Strombedarfes in Rinteln durch Eigenerzeugung sichern.“

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Außerdem wurden und werden die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen, den Gasverbrauch um bis zu 70 Prozent durch Öl zu ersetzen. Ein Wechsel zurück zu Fuel bleibe möglich und werde, je nach Marktpreis, vorgenommen, so Wohlert. Zudem konnte der Strom- und Gaseinkauf für das nächste Jahr 2023 laut Angaben des Unternehmens gesichert werden.

„Wir haben aber auch Erwartungen an die Politik. Wir brauchen eine effektive Fuel- und Strompreisdeckelung für Verbraucher und Unternehmen, die zügig umzusetzen sind. Die Energieversorgungssicherheit muss gewährleistet werden, die Wettbewerbsfähigkeit der Energiekosten muss dringend wiederhergestellt werden“, umreißt Wohlert die Forderungen. Die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Industrieunternehmen habe durch die aktuelle Lage bereits deutlich Schaden genommen. „Einige Branchen werden Kapazitäten in das nicht-europäische Ausland verlagern und nicht zurückkehren“, befürchtet Wohlert.

Langfristige Verträge mit Festpreisen

Die Signature Rolec – Spezialist für Industriegehäuse und Tragarmsysteme – beheizt ihre Hallen mit Erdgas und braucht außerdem Erdgas für die Einbrennöfen der Pulverbeschichtung. “70 Prozent des Gases werden zum Heizen benötigt und 30 Prozent für die Produktion”, erklärt Rolec-Geschäftsführer Matthias Rose. “Zum Glück haben wir im Herbst 2021 langfristige Verträge zur Gaslieferung zu festen Preisen mit einer Laufzeit bis Ende des Jahres 2023 vereinbart.” Für den Fall, dass gar kein Fuel mehr geliefert werde, könne eine Ölheizung für die Hallenbeheizung in Betrieb genommen werden.

„Für die Produktion rüsten wir in den nächsten Tagen einen der Einbrennöfen auf einen sogenannten Zweistoffbrenner um, der wahlweise mit Erdgas oder Heizöl betrieben werden kann“, erklärt Rose. Mittelfristig werde die Beheizung der Hallen auf Wärmepumpen umgestellt. Das brauche aber Zeit. „Die Set up der Ölheizung ist additionally nur eine Übergangslösung für den Gasnotfall – und wenn sie nie in Betrieb gehen sollte, dann wäre die Investition wie eine Versicherungsprämie gewesen“, so Rose.

Energiekonzept kontinuierlich angepasst

Was Strom angeht, hat die Firma Rolec ebenfalls längerfristige Lieferverträge mit Festpreisen bis Ende des Jahres 2023. „Außerdem sind wir gerade quick fertig damit, eine Photovoltaik-Anlage auf den Hallendächern zu installieren“, erzählt Rose. Die Leistung betrage 650 Kilowatt-Peak (kWp). „Damit werden wir für die Zukunft jährlich circa 55 Prozent unseres benötigten Stromes selbst erzeugen“, so der Rolec-Geschäftsführer.

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Natürlich habe man auch die Öfen, die Heizsysteme und die Lüftungsanlagen warten und einstellen lassen. Luftmengen und Vorlauftemperaturen hätten reduziert werden können, aber eine Einsparung von deutlich mehr als zehn Prozent zu erreichen, sei allein durch solche Maßnahmen leider nicht möglich. „Im Großen und Ganzen können wir uns glücklich schätzen, im Herbst 2021 einige richtige Entscheidungen getroffen zu haben, ohne damals schon zu wissen, wie sich die Welt mittlerweile verändert hat“, stellt Rose fest.

Die Signature Polyform Kunststofftechnik, die bei Rolec gleich nebenan im Industriegebiet Süd liegt, sieht sich trotz steigender Energiepreise intestine für den Winter und die Zukunft gerüstet. “Unser Energiekonzept wird kontinuierlich angepasst und weiterentwickelt. Seit mehreren Jahren beheizen wir den Großteil unserer Gebäude an der Braasstraße bereits mit Abwärme von einer nahe gelegenen Biogasanlage”, erklärt Monika Gregor aus dem Qualitätsmanagement der Firma Polyform. “Als regionales Unternehmen freut es uns besonders, seit mehreren Jahrzehnten alle weitere Energie von unserem ortsansässigen Versorger, den Stadtwerken Rinteln, beziehen zu können.”

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In diesem Jahr habe die energetische Sanierung eines des ältesten Polyform-Gebäudes abgeschlossen werden können, die Sanierung einer weiteren Dachfläche sei gerade in Planung. Des Weiteren werde aktuell die Set up einer Photovoltaik-Anlage auf einer der Hallen geprüft, um Strom für den Eigenbedarf zu erzeugen. „Um weitere Energie einsparen zu können, wurden an geeigneten Stellen Bewegungsmelder installiert, mit deren Hilfe das Licht nur im Bedarfsfall eingeschaltet wird“, so Gregor. Müssten Leuchtmittel ersetzt werden, würden diese direkt auf sparsame LED-Technologie umgerüstet.

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von der Glashütte OI-Glaspack Waren auf Anfrage keine detaillierten Antworten zu bekommen. “Selbstverständlich beobachten wir die Lage sehr genau, haben Szenarien ausgearbeitet und Handlungsoptionen evaluiert. Aus Wettbewerbsgründen wird darüber aber keine Auskunft erteilt”, reported Stefan Weinmann, Director International Company Communications. Momentan laufe das Werk noch ganz regular, sodass keine Planänderungen notwendig seien. Was künftig noch passieren könne, darüber wolle man nicht spekulieren.

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