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Gabi Reis-Barrois leitet Kultur- und Lesetreff St. Arnual

  • CULTURE

Sportliche Chefin
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Lesetreff-Chefin bietet auch viel für die Health

Die Stadtverwaltung unterhält fünf Kultur- und Lesetreffs. Sie bieten Bücher und andere Medien sowie Kultur- und Bildungsveranstaltungen. Jeder „Kult“, wie die Einrichtungen des Kulturamts in Kurzform heißen, richtet sein Angebot ein bisschen anders aus. Heute geht es um den Kultur- und Lesetreff auf dem Wackenberg und die Fitnessangebote seiner sportlichen Chefin.

Gabi Reis-Barrois ist sportlich und bleibt gern in Bewegung. Das zeigt sich nicht nur daran, dass sie im Kultur- und Lesetreff (KuLt) St. Arnual mit großem Erfolg Nording-Strolling und ein jährliches Sportwochenende einführte. Davon zeugt auch der berufliche Werdegang der inzwischen dienstältesten Leiterin eines der fünf Saarbrücker „Kulte“. Gelernt hat die gebürtige Saarbrückerin einst den Beruf der Kinderkrankenschwester, den sie elf Jahre lang mit viel Freude und Hingabe im städtischen Klinikum auf dem Winterberg ausübte.

Als ihre Arbeitgeberin händeringend Private für die städtischen Kindertagesstätten suchte, auch unter verwandten Berufen, spürte sie Lust auf einen Wechsel. 16 Jahre struggle sie dann in der Kita Stromstraße in Malstatt als Erzieherin im Einsatz, als ihr der Arzt riet, wegen der für diesen Beruf typischen Gehörschäden nach etwas anderem zu suchen. „Da kam eine interne Stellenausschreibung für Kultur- und Lesetreffs wie gerufen.“

Gleichzeitig struggle es für Reis-Barrois im Jahr 2008 aber auch ein „Sprung ins kalte Wasser“, als sie in St. Arnual anfing. Denn sie habe ja weder eine Bibliothekarinnen- noch eine Verwaltungsausbildung gehabt. „Ich bin da tatsächlich reingewachsen“, sagt sie rückblickend.

Und das klappte, sieht man sich die Einrichtung und ihre Aktivitäten an, ziemlich intestine. Jeder Kultur- und Lesetreff muss selbst herausfinden, was sein Stadtteil von ihm will und braucht. Der Kult St. Arnual resides unter einem Dach mit der für die Gemeinwesenarbeit zuständigen Pädagogisch-Sozialen Aktionsgemeinschaft (Pädsak).

Da die Pädsak sehr viele Angebote für Schulkinder vorhält, wie Nachmittagsbetreuung und Schülerhilfe schien es nicht sehr angebracht, mit doppelten Angeboten Konkurrenz zu machen. „Additionally habe ich geguckt, was es im Haus noch nicht gab“, sagt sie, und versuchte es mit Nordic Strolling, das Reis-Barrois selbst gern praktiziert.

Heute gibt es im Kult unter ihrer Anleitung zwei feste, aber für Neuzugänge offene Gruppen. Die eine walkt montags, die andere dienstags im Stiftswald, an der Saar entlang oder ins Almet. Ab und zu gingen sie mit den Strolling-Stöcken auch zur Schwester-Einrichtung nach Brebach und zurück, erzählt Reis-Barrois. Denn der Kult dort bietet mittwochs ein Frauenfrühstück an.

Mit dem Walken können die Frauen etwaige Kalorienüberschüsse gleich wieder abtrainieren. Einmal im Jahr lädt Reis-Barrois die bewegungsfreudigen Erwachsenen, die älteste Stammkundin ist 83, zu einem Sportwochenende mit Übernachtung ein. Da machen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dann unter Anleitung gemeinsam Qi Gong, Nordic Strolling im Grünen und Gymnastik – und abends wird gekegelt. Da sie anhand der Resonanz merkte, dass Interesse an Sport und Gesundheit insgesamt sehr hoch ist, stehen nun regelmäßig Workshops und Vorträge mit externen Referenten in ihrem Programm. Darin stehen etwa Vorträge zur Sturzprophylaxe und zur Traditionellen Chinesischen Medizin. Es gibt Hinweise, was im Pflegefall zu tun ist, aber auch praktische Anleitung zur Selbstverteidigung.

Für Kinder hat Reis-Barrois auch sportliche Angebote parat: Im Sommer soll es für die Kleinen einen Inlinerkurs geben, darüber hinaus eine Einführung in Erste Hilfe.

Aber nicht nur mit Sport und Gesundheit punktet der Kult auf dem Wackenberg in St. Arnual. Ein richtiges Spotlight ist laut Reis-Barrois der jährliche Reside-Musik-Abend mit Cowl-Bands oder auch Duos wie dem von Ivo Müller, der seit Corona immer unter freiem Himmel im Sommer im Hof ​​stattfindet. Der Eintritt ist frei, hinterher geht ein Hut herum.

Das zieht nicht nur jede Menge Leute aus dem Stadtteil an, die sich freuen, dass es Kultur zu Fuß vor ihrer Haustür zu erleben gibt. Es kommen, erst proper, wenn es in der Presse angekündigt werde, auch Menschen aus anderen Stadtteilen her. Um gerade Leuten, die aus unterschiedlichsten Gründen allein nicht weit herumkämen, gesellige Kulturerlebnisse zu ermöglichen, organisiert Reis-Barrois darüber hinaus gemeinsame Staatstheater- und Filmhausbesuche oder auch gemeinsame Tagesfahrten wie in diesem Sommer zur Bundesgartens.

Und das Lesen und die Bücher? Um die kümmert sich Gabi Reis-Barrois selbstverständlich auch. Trotz eines geringen Etats schafft sie es, alle Bücher der Spiegel-Bestseller-Liste zum Ausleihen hier zu haben. Ihre Stammkundschaft de ella, die der Bücher wegen kommt, kenne sie so intestine, dass sie genau wisse, welches Buch, welche Neuerscheinung ihnen gefallen wird, sagt die Kult-Leiterin, die selbst zur Spezies der Leseratten gehört.

Ihre Service-Bereitschaft geht sogar so weit, dass sie ihren Stammkunden einen „Bringeservice“ anbietet. Und wenn sie länger nicht vorbeikommen, ruft sie an, denn jemand könnte ja krank sein.

Nach so viel Programm will die KuLt-Leiterin nun, wie ihre neuen Kolleginnen in Burbach und Malstatt, sich die Einrichtung vorknöpfen. „Wir sind hier der kleinste Kultur- und Lesetreff“, sagt sie. Und genau deshalb will sie vor allem eines: „Platz schaffen“.

Kultur- und Lesetreff St. Arnual,

Telephone (06 81) 8 59 09 52, For E-Mails an den Kult gibt es die Adresse: lesetreff-st.arnual@paedsak.de

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