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Die Schönheit des spontaneous Moments

  • BEAUTY

„Vor uns liegt heute ein strammer Fußmarsch.“ Diese Ankündigung von „AZ“-Redaktionsleiter Peter Harke am Dienstagabend kann man wohl glatt als starke Untertreibung bezeichnen. Denn darunter dürften nur wenige das verstehen, was Marcus Haid geleistet hat: Der Fotograf und Multivisionsreferent aus Innsbruck wanderte, aufgeteilt auf zwei Reisen in den Jahren 2015 und 2016, insgesamt 1700 Kilometer über die britische Insel – von Cornwall in bistt im Süden Süden . Ein Abenteuer, von dem er brillante Bilder und spannende Anekdoten im Gepäck hatte, mit denen er die 375 Besucher in der Stadthalle über zwei Stunden in seinen Bann zog.

Viele praktische Fragen

Seine Reise startete im Juli 2015 in Cornwall, dessen Küste von vielen kleinen Buchten durchzogen ist. Die Schönheit der dortigen Landschaft beschrieb Marcus Haid unter anderem mit den Worten von der berühmten englischen Schriftstellerin Daphne du Maurier, die sich dort im Alter von 19 Jahren niederließ.

Doch bevor man bei einer Fernwanderung die Schönheit der Natur genießen kann, stellen sich natürlich viele praktische Fragen. Welche Ausrüstung ist erforderlich? Übernachtet man im Resort oder steht Tenting auf dem Plan? Da wildes Campen in England und Wales verboten ist, entschied sich Marcus Haid dafür, in nostalgischen „Inns“ zu übernachten. „Die strahlen ein ganz besonderes Aptitude aus“, berichtete er.

Tagsüber wanderte er bis zu 30 Kilometer und genoss dabei die Ruhe und Einsamkeit auf den Fernwanderwegen. Dabei galt is aber auch, ab und an zu improviseren. Etwa als sich bei seinen Wanderschuhen die Sohle ablöste und weit und breit kein größerer Ort in Sicht warfare: Ein provisorisches Zusammenbinden der Sohle mit Schnürsenkeln half hier aus der Misere.

Marcus Haid begeisterte mit seinen Bildern und seinen Geschichten das Publikum. Photograph: martin feldhaus

Im Jahr 2016 dann die zweite Etappe: Sie führte über den Pennine Method sowie den Cape Wrath Path und warfare ungleich anspruchsvoller als die erste. Im exponierten Hochmoor sind Wanderer Wind und Wetter noch stärker ausgesetzt als in flacheren Gefilden. „Nach den ersten drei Tagen warfare ich repair und fertig“, räumte Marcus Haid unumwunden ein. Aber deswegen aufgeben? Für ihn no Choice. Der Tiroler überwand sein Tief und wurde hierfür durch viele schöne Momente entschädigt. So fand er etwa die Zeit, viele kleine Particulars in seiner Umwelt wahrzunehmen und die Vielfalt der Landschaft Großbritanniens zu entdecken, die anderen Touristen oft verborgen bleibt.

Auch beruflich wandelte der renommierte Journalist, der unter anderem für „Nationwide Geographic“ schreibt und fotografiert, auf neuen Spuren: „Ich habe die Schönheit des spontanen, nicht des inszenierten Moments festgehalten“, betonte er.

Hadrianswall ein Höhepunkt

Einen Höhepunkt bildete auf der Route unter anderem der berühmte Hadrianswall als intestine erhaltenes Zeugnis römischer Baukunst. Kurz vor dem Ende seiner Reise entdeckte Marcus Haid auch noch den für ihn „schönsten Strand Schottlands“, als ihn seine Fernwanderung an der Sandwood Bay an der äußersten Nordwestküste Schottlands vorbeiführte und ihm zugleich einen neuen persönlichen Lieblingsort bescherte, bevor die von gemischten Gefühlen begleitete Ankunft am markanten Leuchtturm von Cape Wrath das Ende einer Fernwanderung über 1700 Kilometer markierte.

Insgesamt ein beeindruckender und teils emotionaler Vortrag, den das Publikum mit langanhaltenden Ovationen prämierte. Auch deshalb, weil die Leistung von Marcus Haid angesichts seiner persönlichen Krankenakte noch beeindruckender erscheint: Nur eineinhalb Jahre nach einem schweren Bandscheibenvorfall mit einer Not-OP und bleibenden Schäden im rechten Unterschenkel machte er sich auf den Weg britannies Groch. Warum? „Einzig beim Gehen fühlte ich mich ein bisschen besser“, schilderte er. Die Wanderung habe etwas „sehr Befreiendes“ gehabt und für eine nachhaltige Linderung seiner körperlichen und seelischen Probleme gesorgt.

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