Skip to content

Ausstellung “Wie alles begann” zeigt Ursprünge des Universums | NDR.de – Kultur – Kunst

  • CULTURE

Sales space: 25.10.2022 18:50 Uhr

Die Ausstellung “Wie alles begann” im Museum der Arbeit in Hamburg-Barmbek gibt faszinierende Einblicke in Galaxien, Quarks und Protonen-Kollisionen. In der gelungenen Schau wird Wissenschaft anschaulich und mit vielen Particulars zum Anfassen erklärt.

von Danny Marques Marcalo

Kreuz und quer schießt der Weltraum durch die Ausstellung. Da steht ein Kasten, der in etwa so aussieht wie ein Kopierer. Auf der Oberfläche liegt eine schwarze Fläche, mit Flüssigkeit bedeckt, auf der sich ununterbrochen kleine schwarze Striche unterschiedlicher Dicke bilden, um dann sofort wieder zu verschwinden.

Bunt gemachte Ausstellung über komplexes Thema

“Diese Flüssigkeit ist ein Luft-Alkohol-Gemisch”, erklärt Virgil Gugenberger, der Projektleiter der Ausstellung. “Hier sind die Bahnen der Teilchen, die aus dem Weltall auf uns herunterprasseln. Das passiert die ganze Zeit, auch während wir hier stehen, während wir sprechen, schlafen und sonst was machen. Wir werden ständig von dieser Strahlung durchdrungen und durch dieses Gerät ist it’s möglich, das sichtbar zu machen.”


Das Bild zeigt die Spiralgalaxie Messier 83, einen Zwilling der Milchstraße.

Es ist eine moderne, sehr bunt gemachte Ausstellung über ein ziemlich komplexes Thema. Sie ist getrennt in zwei Bereiche. Der erste Teil zeigt, was wir von der Erde aus sehen können: Bilder von Galaxien, aufgenommen von Teleskopen. “Wir haben das Planck- und das Hubbleteleskop”, Erzählt Gugenberger. “Das sind unsere Weltallteleskope, mit denen wir ins All blicken können. Sie machen auch diese tollen Bilder von den Spiralgalaxien und so weiter.”

Videoinstallation lässt Protonen kollidieren

Dann gibt is noch einen zweiten Bereich in der Ausstellung. Man geht durch einen Lamettavorhang und dahinter geht es um den Teil des Universums, über den es bisher nur Theorien und Experimente gibt. In einer Videoinstallation werden Teilchen, Protonen genannt, projiziert. “Die lassen wir aufeinander prallen, wie beim Fußballspiel”, erläutert der Projektleiter.

Weiter Informationen

NASA's James-Webb-Space-Teleskop enthüllt kosmische Klippen, glitzernde Landschaft der Sternengeburt.  © Space Telescope Science Institute/NASA/ESA/CSA/STScI

Das James-Webb-Area-Teleskop zeigt erstmals ein Bild aus dem All und soll die Wissenschaft damit für immer verändern. extra

Ein Sensor fängt die Bewegung des Besuchers ein. Trifft man den richtigen Winkel mit dem Fuß, dann fliegt das Proton auf das Gegenüber zu und es knallt. Es ist eine Arbeit, die zum Beispiel in Hamburg am DESY gemacht wird. Gugenberger vergleicht das mit einem großen Legospielzeug: Von außen sieht man nicht sofort, was für Einzelteile es hat. Wirft man es gegen die Wand, zersplittert es und man kann sehen, woraus es besteht: “Ich habe einen blauen Sechserstein”, erklärt Gugenberger. “Das ist zum Beispiel eine Eigenschaft eines Teilchens. Das weiß ich aber nur, wenn ich das zerlegt habe und sehe, dass da einer drinnen ist. Deswegen lässt man Protonen aufeinander prallen, um herauszufinden, wie die Teilchen aussehen.”

Menschheit weiß erst sehr wenig über das Universum

Spiralförmiger CERN-CMS-Detector zum Vermessen von Teilchen © CERN

Dieser CERN-CMS-Detector wird zum Vermessen von Teilchen benutzt.

Durch das Selbermachen bekommt man eine Idee davon, was Wissenschaftler eigentlich den ganzen Tag machen. Wie kompliziert es ist, zu verstehen, woher die Menschheit, die Erde, das Universum eigentlich kommen. Denn bisher haben wir nur eine ungenaue Vorstellung davon. Deutlich wird dies an einem großen Eimer voller Kugeln. “Wir glauben, wir wissen fünf Prozent dessen, was man wissen kann über das Universum”, sagt Gugenberger. “Das veranschaulichen wir hier mit einer riesigen Menge von blauen Kugeln – und ein paar wenigen weißen.”

Was einst mit dem Urknall angefangen hat, wird wohl auch irgendwann ein Ende finden. Wie genau, dazu zeigt diese wirklich gelungene Ausstellung drei Theorien. Entweder geht wieder alles auf null, entwickelt sich additionally zurück. Oder das Universum breitet sich unendlich aus, bis in alle Ewigkeit. Oder, und viele Wissenschaftlicher glauben, das ist das Wahrscheinlichste: Irgendwann friert alles an einem Punkt ein. Bis dahin dürften aber noch viele Milliarden Jahre vergehen.

Weiter Informationen

Arbeiter stehen in rund 40 Metern Höhe auf einem Gerüst und bauen die Rolltore der Holzkuppel über der Sternwarte in Greifswald aus.  © NDR Photo: NDR

Bis alle Einzelteile montiert und richtig eingestellt sind, werden noch etliche Monate vergehen. extra

Planetarium Hamburg Historisch © Planetarium Hamburg Historisch Photo: Quelle: Planetarium Hamburg

Am 30. April 1930 eröffnet das Planetarium im Hamburger Stadtpark. Sein Zuhause findet es in einem ehemaligen Wasserturm. extra

Ausstellung “Wie alles begann” zeigt Ursprünge des Universums

Bei der Schau im Museum der Arbeit in Hamburg-Barmbek wird Wissenschaft ganz anschaulich mit vielen Particulars zum Anfassen erklärt.

Artwork:
Ausstellung
Date:
finish:
orth:

Museum of the Arbeit
Wiesendamm 3
22305 Hamburg

Telephone:
040 4281330
E-mail:
data@mda.shmh.de

In meinen Kalender eintragen

Dieses Theme in Programm:

NDR 90.3 | culturejournal | 25.10.2022 | 7:00 p.m.

NDR Logo

.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *